Theaterworkshop am 26. Januar mit Bernd Freytag

Am 26. Januar fand im Großen Forum über den ganzen Tag ein Theaterworkshop statt, an dem zahlreiche Schülerinnen und Schüler vom 8. bis zum 12. Jahrgang teilnahmen. Die Veranstaltung war jahrgangsübergreifend und bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, gemeinsam etwas über die Ursprünge des antiken Theaters zu lernen und selbst im Kontext des „Chorischen Sprechens“ zu experimentieren. Alle Anwesenden waren freiwillig dabei, und der Fokus lag auf Spaß und Neugier, nicht auf Noten.

Das besondere Highlight dieses Workshops war die Zusammenarbeit mit Bernd Freytag, einem erfahrenen Theaterwissenschaftler, der viel Erfahrung in der Arbeit mit Theatergruppen und Laiendarstellern hat. Er sorgte für eine inspirierende Atmosphäre, die das Interesse am Theater und am Fach Darstellendes Spiel förderte.

Der Workshop begann mit verschiedenen Aufwärmübungen, darunter ein „Raumlauf“, bei dem sich die Gruppe in kleinere Teams aufteilte und synchron durch das gesamte Forum lief. Diese Übung war zunächst lustig, entwickelte sich jedoch schnell zu einer spannenden und konzentrierten Erfahrung. Weitere inspirierende Übungen folgten und sorgten für eine entspannte, fokussierte und aufgelockerte Atmosphäre.

Der zweite Teil des Workshops war geprägt von theoretischen Einheiten zur Entstehung des Theaters und zur Theatergeschichte, insbesondere im antiken Theater. Hierbei lag der Schwerpunkt auf chorischem Sprechen und chorischen Theaterformen, die dann im dritten Teil des Workshops durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer praktisch erprobt werden sollten, indem sie in zwei Chören arbeiteten. Dieser praktische Teil war zentral für den gesamten Workshop und bot eine einprägsame Erfahrung. Mit einem sinnstiftenden Text von Heinrich Heine konnten die Schülerinnen und Schüler das chorische Sprechen erleben, verfeinern und so in vielen Facetten und Nuancen dem theaterwissenschaftlichen Arbeiten näherkommen.

Es war nicht nur einprägsam und interessant, die Arbeit des Theaterwissenschaftlers zu verfolgen, sondern auch, Teil dieses kreativen Prozesses zu sein. Vor allem das Ergebnis des Workshops war besonders und hinterließ einen bleibenden Eindruck bei allen Beteiligten. Insgesamt war der Theaterworkshop ein voller Erfolg, der nicht nur das kreative Potenzial der Teilnehmerinnen und Teilnehmer förderte, sondern auch den Austausch und das Miteinander zwischen den verschiedenen Jahrgangsstufen stärkte.

Besondere, integrative und vor allem jahrgangsübergreifende Projekte wie dieses zeigen die Förderung der ästhetischen Fächer im Allgemeinen und des Faches Darstellendes Spiel im Besonderen an der KGS-Leeste – Esther Bejarano Schule. Ästhetische Fächer, spielen eine entscheidende Rolle im Schulunterricht, da sie die kreative Entfaltung der Schülerinnen und Schüler fördern. Sie ermöglichen es den Lernenden, ihre Emotionen sinnstiftend auszudrücken und ein besseres Verständnis für kulturelle Zusammenhänge zu entwickeln. Darüber hinaus stärken ästhetische Fächer die kognitiven Fähigkeiten, indem sie kritisches Denken und Problemlösungsfähigkeiten anregen. Sie tragen auch zur Förderung von Teamarbeit und sozialen Kompetenzen bei, da viele Projekte, vor allem im Darstellenden Spiel, in Gruppen durchgeführt werden – wie auch in diesem Workshop.

Das Fach „Darstellendes Spiel“ ist seit kurzem als mündliches Abiturprüfungsfach wählbar. Der erste Durchlauf verlief dabei mit äußerst positiven Ergebnissen. Im schulzweigübergreifenden Profilunterricht ab Jahrgang 8 können alle interessierten Schülerinnen und Schüler aller Schulzweige bis zu 4 Stunden pro Woche in diesem Fach sowohl fachspezifische Inhalte als auch soziokulturelle Partizipation lernen und stellen in der Regel dabei fest: „Jeder Mensch ist ein Künstler.“

Ein besonderer Dank des Fachbereichs geht im Zusammenhang mit dem Zustandekommen des Workshops an den Förderkreis der Schule. Ohne seine Unterstützung hätte dieses besondere Event nicht stattfinden können.